Aufsätze

Frauen als Einlösung der romantischen Kunsttheorie. Jb. Schiller-Ges. 1977

Eine Psychologie des Lesens im achtzehnten Jahrhundert. Immanuel David Maucharts "Bemerkungen über den gewöhnlichen Gang der  Phantasie". Jb.d. Jean-Paul-Ges. 15 (1980)

Vom Gelehrten und seiner Frau. Über Widmungen. Akzente 30  (1983) (Auch in: Deutsche Essays von Frauen. Hsg. von Marlis Gerhardt. Frankfurt 1987)

Weisheit als Spiel. Goethes "Selige Sehnsucht". In: Klassik und Romantik. Hsg. von W. Segebrecht. Stuttgart  1984

Gedichtete Theorie - Die "Noten und Abhandlungen" zum "West-östlichen Divan". Goethe-Jb. 101 (1984)

Antiker Form sich nähernd. Rolf Dieter Brinkmanns "Hymne auf einen italienischen Platz". Neue Rundschau 97 (1986)

Weibliche Geschichtsschreibung - ein Dilemma. Merkur 40 (1986)

Antike als Gesellschaftsspiel. Die Nachwirkungen von Goethes Italienreise im Norden. Studi Tedeschi 30 (1987)

Naturpoesie im Zeitalter der Aufklärung. Anna Luisa Karsch. In: Deutsche Literatur von Frauen, Bd. 1. Hsg. von Gisela Brinker-Gabler. München 1988

Australischer Alltag. Merkur 42 (1988)

Gute Zeit für Dichter. In: Der Autor, der nicht schreibt. Hsg. von R. Habermas und W. H. Pehle. Frankfurt 1989

Die Schauseite der Poesie. Über literarische Ausstellungen und den literarhistorischen Fernsehfilm. In: Geschichte als Literatur. Formen und Grenzen der Repräsentation von Vergangenheit. Hsg. von Hartmut Eggert u.a. Stuttgart 1990

Furor poeticus. Die vier Trunkenheiten in Goethes "West-östlichem Divan". Poetica 22 (1990)

Die Wörter des grotesken Körpers. Der Dramatiker Werner Schwab. Merkur 48 (1994)

Paradies und Parodie: Die letzten Szenen in Goethes  letzten Werken. Interpreting Goethe's Faust Today.  Hsg. von Jane K. Brown, Meredith Lee und Thomas P. Saine.  Columbia 1994

Widersprüchliche Moderne. Neue Plätze in Barcelona. Freibeuter 59 (1994)

Die Emanzipation der Männer. Neue Rundschau 105 (1994). H. 3.

Erich Fried und Marc Anton. Merkur 50 (1996)

Die sportliche Gesellschaft. Freibeuter 72 (1997)

Das Glück der größten Zahl. Freibeuter 78 (1998)

Odds and Ends. Zur Theorie der Metapher. In: Prometheus. Mythos der Kultur. Hsg. Von Edgar Pankow und Günter Peters. München 1999

Jenseits von Schön und Hässlich. Der Ekel als Motiv der neuesten Kunst. Neue Rundschau 111 (2000)

Philosophie und Pornographie. Erlösungsmodelle von Sloterdijk, Kittler, Duerr, Theweleit. Merkur 54 (2000)

Die weibliche Muse und der Weltruhm. Schriftstellerinnen in Deutschland und England im 19. Jahrhundert. In: Diskrete Gebote. Geschichten der Macht um 1800. Fs. Heinrich Bosse. Hsg. von R. Borgards und J. F. Lehmann. 2002

Brutalismus und Metaphysik. Die Einheit von Brechts Lyrik. Poetica 35 (2003)

Prometheus und Lotte. In: Temporalität und Form. Hsg. von W. Lange u.a. Heidelberg 2004

Essen im Stehen und Gehen. Ein Un-Sittengemälde, Cotta´s kulinarischer Almanach 13 (2005)

Ehestiftung, Ehebruch und sexuelle Revolution. Der Roman des 19. Jahrhunderts, Poetica 37 (2005)

Der anthropologische Sinn. Die Rekonstruktion von Sinn im Russischen Formalismus. In: Totalität und Zerfall im Kunstwerk der Moderne. Hsg. von Reto Sorg und Stefan Bodo Würffel, München 2006

Das alltägliche Fest. In: Cotta´s kulinarischer Almanach 14 (2006)

Modegeschichten. In: "Du" (April 2008)

 

Bücher

a) wissenschaftliche

Studien zum ästhetischen Historismus. (zus. mit Heinz Schlaffer). Frankfurt 1975

Wilhelm Meister. Das Ende der Kunst und die Wiederkehr des Mythos. Stuttgart 1980/ 1989

Epochen der deutschen Literatur in Bildern. Klassik und Romantik. 1770-1830. Stuttgart 1986.

"Dieses Buch ist keine bebilderte Literaturgeschichte – es ist eine Geschichte von Bildern, die die Literatur begleitet haben. [...] Diese nehmen die Literatur nicht als Sache, sondern als Sinn. Aus dem Schatz der inneren Bilder, die die Dichtung undeutlich in unser Bewusstsein schreibt, bringen sie Szenen und Gesten ans Licht und erschaffen vor unserm Auge, das schneller und eindeutiger begreift als die Phantasie, ein eigenes Verständnis von Poesie. Bilder sind erste Auslegungen eines Werkes."

Poetik der Novelle. Stuttgart/Weimar 1993.

Die Novelle, "die Form mit dem unbestimmten Namen und der vagen Identität hat denn auch nur eine wilde Geschichte. Ihr Fortgang ist, sieht man von späten wissenschaftlichen Zusammenfassungen ab, nie festgehalten worden. Gleichwohl ist der Stammbaum der Gattung lückenlos und geht eindeutig auf Boccaccio zurück: Die Novelle ist die Gattung, die nach seinem Vorbild, nicht aber nach einer festgeschrieben Regel entstanden ist."

 

b) Bücher

Schönheit. Über Sitten und Unsitten unserer Zeit. München. 1996.

"Die Schönheit, von der hier die Rede sein soll, ist die, von der seit alters die Dichter erzählen [Homer etwa erzählt] von den Helden: ihrem Haar, dem Gesicht, den Augen, Wangen, Schenkeln und Fußgelenken und nennt sie schön. [...] Nun scheint aber in unseren Zeiten die Weltgeschichte der alltäglichen Schönheit gerade ihrem Ende entgegenzugehen. Wie anders ließen sich die Klagen verstehen, die so oft über die schlampige Erscheinung der Menschen auf den Straßen, die Hässlichkeit der Städte zu hören sind …"

Das Alter. Ein Traum von Jugend. Frankfurt 2003

"Altersweisheit und Alterstorheit sind Zustände des Geistes, die die Literatur, nicht das Leben erfunden hat. Sie sind utopische und satirische Überzeichnungen von Haltungen, die in einer bestimmten Phase des menschlichen Lebens zwar vorkommen, aber erst, indem sie Begriff und Anekdote wurden, Kontur annahmen. [...] das Reden und Schreiben über Alter und Altern ist eine eigene intellektuelle Leistung. Sie reicht von der Antike bis in die Gegenwart." Das Buch zeichnet den Diskurs nach, der so von der Antike bis in die Gegenwart geführt wurde, nur als kulturgeschichtliche Darstellung gibt es Anlass zur Reflexion über das Reden vom Altern.

Mode, Schule der Frauen. Frankfurt 2007

"Solange sie keinen Beruf ausüben durften, kamen Frauen nur in der Kirche, bei Festen, auf Promenaden aus dem Haus, und hier vermochten sie [...] nur wenig zu sagen. Ihre einzige Chance, eine Individualität öffentlich zu machen und als Subjekte selbständig zu erscheinen, fremden Menschen Winke zu geben und Wünsche auszusprechen, war das Kleid. Die Mode stellte eine Sprache jenseits von Herz und Gemüt bereit, einen ästhetischen Code, den anzuwenden es Geschmack und Intelligenz braucht, den auszuwählen ein Charakter vorauszusetzen ist." Das Buch zeigt, wie die Mode das weibliche Bewusstsein formt.

Die intellektuelle Ehe. München 2011

Intellektuell ist diese >Ehe< nicht etwa, weil die Partner, einer von ihnen oder gar beide, notwendig eine intellektuelle Tätigkeit ausüben. Intellektuell vielmehr ist sie zu nennen, weil die Partnerwahl und die Form des Zusammenlebens einem eigenen, rational begründbaren Entwurf folgen, weil sie also aus einer Idee entsteht und fortlebt und aus dieser Idee heraus Stabilität zu gewinnen hofft. Und schließlich ist die intellektuelle Ehe eine versprachlichte Beziehung, weshalb sie den Titel >intellektuell< zurecht beansprucht.

In der traditionellen Ehe war das wichtigste Wort das >Ja< vor dem Altar; in der intellektuellen Ehe folgt dem >Ja< das >Nein<, >Aber<, >Vielleicht<, >Und doch<. Nicht allein, dass Programmschriften den Charakter des neuen Lebensstils verkünden, er muss auch in der Ehe selbst diskutiert werden. Die Ehepaare gerieten in eine Dauerdiskussion, da ihre Beziehung bei jeder Anforderung neu zu definieren war. Die intellektuelle Ehe baut auf Argumenten auf, die jedes Paar im Rahmen des Konzepts unentweg für sich slebst modifiziert. In dieser Funktion wurde sie zu einem Sprachunterricht vor allem für den im öffentlichen Reden ungeübten weiblichen Partner.

 

c) herausgegebene Bücher

Bettine Brentano. Wer ein schön Gesicht hat ... Originale und erdichtete Briefe. München, Wien 1999. Taschenbuchausgabe (unter dem Titel: Bettine Brentano. Ich habe mein Herz hineingeschrieben. Ein Doppelleben in Briefen). München 2004.

"Zwei Geburtstage sind im Leben der Bettine Brentano zu feiern: ihr natürlicher am 4. April 1785 und ihr literarischer, der auf den Tag des Erscheinen von >Goethes Briefwechsel mit einem Kinde< im Jahr 1834 fällt. [...] Bettina lebte ihr wirkliches Leben und führte als Bettine ein zweites Leben im Buch. Die Rechtfertigung für dieses Doppelleben legt sie [...] der Mutter Goethes in den Mund: >Wer ein schön Gesicht hat, der will es im Spiegel sehen<".

Johann Peter Hebel: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes. Ein Werk in seiner Zeit. Mit Bilddokumenten, Quellen, historischem Kommentar und Interpretation. Tübingen 1980. (Sonderausg. Frankfurt 1986).

Die Scherenschnitte der Luise Duttenhofer. Frankfurt 1986. (Insel-Bücherei 1026).

Johann Wolfgang Goethe: Erstes Weimarer Jahrzehnt 1775-1786. München 1987. (zusammen mit H.J.Becker u.a.) (J.W.G.: Sämtliche Werke. Münchner Ausgabe, Bd. 2.2).

Deutsche Briefe. Hsg. G. Mattenklott, H. u. H. Schlaffer. Frankfurt 1988

Johann Wolfgang von Goethe: Erzählungen. Stuttgart 1989 (Reclam 6559).

Ehen in Worpswede. Paula Modersohn-Becker, Otto Modersohn, Clara Rilke-Westhoff, Rainer Maria Rilke. Stuttgart 1994.

Karoline von Günderrode. Gedichte, Prosa, Briefe. Stuttgart 1998. (Reclam 9722)

(Zus. Mit H. Zils): Johann Peter Hebel. Sämtl. Erzählungen aus dem Rheinländischen Hausfreund. München, Wien 1999. Taschenbuchag.: München 2001 (= dtv. 12906).